 |
 |
 |
 |
 |
|
Chronik der Fechtabteilung |
|
|
|
|
|
Laut Archivunterlagen des TSV Speyer wurde die Fecht-abteilung erstmals 1932 mit zehn Gründungsmitgliedern erwähnt. Als nach dem Kriegsende das Fechtverbot aufgehoben wurde, fand 1950 mit 15 Fechtfreunden die Wiedergründung einer Fechtabteilung im TSV statt. Damaliger Sportleiter war Otto Kaiser, ein international erfahrener Spitzenfechter.
|
 |

|
|
|
|
|
|
Schon 1951 legten die ersten 9 Fechterinnen und Fechter ihre Anfängerprüfung ab, und der erste Deutsche Junioren-Vizetitel im Degenfechten kam durch Lutz Weidemann nach Speyer. 1952 erreichte Sofie Fischer (heute Sofie Fischer-Weiss) bei den Deutschen Damenflorett-Meisterschaften der Junioren den 3. Platz. Drei Pfalzmeisterschaften mit der Mannschaft in der Besetzung Sofie Fischer-Weiss, Marga Dietz-Engelhard, Christel Brandenburg und Lorle List-Göck von 1952 bis 1955 in Folge zählen ebenfalls zu den ersten Höhepunkten. |
|
|
|
|
|
|
|
Die Trainer Roland und Marga Engelhard mit Friesenkämpfer Klaus-Dieter Völker (Speyer 1978)
|
Roland und Marga Engelhard mit ihrem Sohn Ralph (1974)
|
|
|
|
|
|
|
1959 mussten die Aktivitäten der Fechtabteilung des TSV Speyer aus beruflich begründetem Zeitmangel für 10 Jahre eingestellt werden. Ab 1969 übernahm Roland Engelhard als Abteilungsleiter mit Unterstützung der Fechterfamilien Günter Steck und Rudolf Weiss wieder die Führung der Fechter. Vorzugswaffe war zu Beginn das Florett. Neben dem rein fechterischen Training kam auch die Breitensportbetätigung nicht zu kurz. Somit blieben Erfolge auf Landes- und Bundesebene im Friesenkampf nicht aus. Zu den fleißigsten Mehrkämpfern gehören Patricia Engelhard, Sigrun Eberhard, Klaus-Dieter Völker, Uwe Steiner, Regina Gallenstein, Sofie Fischer-Weiss und Annika Kösling. |
|
|
|
|
|
Willkommene Gastfechter in allen Waffengattungen bereicherten schon damals, und beleben auch heute noch das laufende Training. Es handelt sich dabei vorwiegend um Referendare der Verwaltungshochschule, mit denen z. T. dauerhafte Freundschaften entstanden sind. Als äußerst fruchtbar erwies sich auch die Zusammenarbeit mit Fechtmeister D. v. Berczenyi und Fechtmeisterin Grethel Uthardt, welche die Fechterjugend des TSV in einem Sondertraining während der 70er und 80er Jahre bestens unterrichteten und zu großen Erfolgen führten. |
|
|
|
|
|
Mit den ersten Deutschen Einzelmeisterschaften 1974 im Herrenflorett der Schüler und Senioren (Sohn Ralph und Vater Roland Engelhard) gedieh unter der Leitung von Roland Engelhard eine der erfolgreichsten Pfälzer Fechtabteilungen. |
|
|
|
|
|
Nach der Installierung von modernen Fechtanlagen mit elektronischer Trefferanzeige im Jahre 1979 im Untergeschoss des Friedrich-Magnus-Schwerd-Gymnasiums konnte ein festes Domizil eingerichtet und ein optimales Wettkampftraining realisiert werden. Diese 10 Elektro-Fechtbahnen ermöglichten es Roland Engelhard in seiner Funktion als Landestrainer von Rheinhessen und Pfalz Sichtungs- und Leistungslehrgänge abzuhalten. |
 |

|
|
|
|
|
|
Nachdem der zweifache Weltmeister im Herrenflorett Friedrich Wessel als Mitglied gewonnen werden konnte, wurde die Speyrer Erfolgsbilanz durch spektakuläre Mannschaftssiege weiter aufgewertet. Auch Ralph Engelhard gelang es, durch seine nationalen wie internationalen Erfahrungen sowie dessen fechterische Persönlichkeit seine Club- und Mannschaftskameraden positiv zu beeinflussen und sie zu Hochform und exzellenten Mannschafts- und Einzelerfolgen zu motivieren. |
 |

Friedrich Wessel
|
|
|
|
|
|
Uwe Steiner, Friedrich Wessel, Martin Eitz und Ralph Engelhard erreichen den 4. Platz bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft im Herrenflorett 1985
|
|
|
|
|
|
|
|
Einige Namen der TSV-Fechtabteilung wurden in den 70er und 80er Jahren nicht nur im pfälzischen Raum sondern auch auf Bundesebene zum Begriff. Die Liste der Erfolge ist jedoch derart umfangreich, dass nur einige Glanzlichter zur Erwähnung kommen können: Die Geschwister Patricia und Ralph Engelhard erwarben von 1975 bis 1982 in ununterbrochener Reihenfolge die Aktiven-Pfalztitel im Damen und Herrenflorett.
Michael Burkhardt als Degenspezialist reihte sich von 1986 bis 1989 in die Erfolgsserie der Speyrer Pfalzmeister ein. Die Herrenflorett-Mannschaft mit Uwe Steiner, Martin Eitz, Friedrich Wessel, Thomas Harant, Heinrich Schaefer und Ralph Engelhard bestach als Dauertitelverteidiger bei Pfalztitelkämpfen von 1977 bis 1989.
Zwischen 1981 und 1988 wurden sechs Pfalzmeisterschaften von der Herrendegen-Mannschaft der Aktiven, sowie 14 Pfalztitel von der Damenflorett-Auswahl im Junioren und Aktivenbereich erfochten.
Die beständige Spitzenplatzierung der Speyrer in den Landesranglisten seit 1973 ermöglichte bis heute die Teilnahme an über 40 Deutschen Einzel- und Mannschaftsmeisterschaften. |
|
|
|
|
|
|
Beate Biesinger, Sigrun Eberhard, Marga Engelhard, Regine Gallenstein und Patricia Engelhard
|
|
|
|
|
Michael Burkhardt (rechts) mit Achim Egner-Walter
|
|
|
|
|
|
|
|
Einen weiteren bemerkenswerten Höhepunkt stellt der Gewinn des Deutschen Pokals 1984 durch die Herrenflorett-Mannschaft in der Besetzung Friedrich Wessel, Ralph Engelhard, Martin Eitz und Thomas Harant dar.
Den größten Erfolg bei Deutschen Mannschaftsmeisterschaften feierte abermals die Herrenflorett-Auswahl mit Friedrich Wessel, Ralph Engelhard, Martin Eitz und Uwe Steiner durch das Erreichen des vierten Platzes im Jahre 1985. Sieben Fechter haben außerdem seit 1990 in ihrer Freizeit eine ausgefeilte Musketiershow einstudiert, welche fortwährend verbessert und um einige Sequenzen erweitert wird. Die inzwischen bei vielen Veranstaltungen vorgeführte Darbietung wurde stets mit reichlich Beifall und Anerkennung honoriert.
Nachwuchsprobleme erforderten ab 1995 eine Modernisierung des Fechttrainings unter der Federführung von Ralph Engelhard. Von seiner Ehefrau Nicole Engelhard, selbst eine ehemalige Spitzenfechterin aus Bonn, wurden zudem Fechtkurse für Erwachsene organisiert und durchgeführt, um somit die Einbeziehung der Eltern in den Fechtbetrieb zu ermöglichen.
Die Leistungen der TSV-Fechter wurden auf Stadtebene honoriert durch mehrfache Aus-zeichnungen zum Sportler des Jahres, z.B.: |
|
|
|
|
|
|
|
|
Ralph Engelhard Sportler des Jahres 1974 und 1978
|
Patricia Engelhard Sportlerin des Jahres 1982
|
Heinrich Schaefer Sportler des Jahres 1996
|
|
|
|
|
|
|
Seit 1996 zeichnen Marga Engelhard und Sigrun Eberhard mit Unterstützung der Übungsleiter und Trainer für einen abwechslungsreichen Trainingsbetrieb mit massiver Aufbauarbeit im Schüler- und Jugendbereich verantwortlich. Erste Früchte dieser Arbeit konnten bereits geerntet werden. So wurden in den Jahren 1997 bis 2000 bei Turnieren der Kategorie Schüler, A- und B-Jugend sowie Junioren zahlreiche Siege und vordere Platzierungen eingefahren. Zu den größten Erfolgen zählen vier Einzeltitel bei südwestdeutschen Meisterschaften und drei Teilnahmen bei Deutschen B-Jugend-Meisterschaften.
Fortsetzung folgt.....
Marga Engelhard/Markus Vogt Juni 2000 |
|
|
|
|
|
... zur Startseite - klick! |
|
|
Druckbare Version
|
|
 |